Angefangen hat die Schulpolitik aber mit Fehlentscheidungen der damaligen CDU-Mehrheitsfraktion, die über viele Jahrzehnte alle Entscheidungen alleine treffen konnte. So wurden zum Beispiel die Grundschulen in Elm und Bevern zwischen 2001 und 2006 energetisch saniert und teilweise vergrößert. Und dies, obwohl bereits damals absehbar war, dass die Zahl der einzuschulenden Kinder drastisch sinken werden. Wo war hier die Planung? Wurden nur persönliche Interessen bedient, die den Machterhalt sichern sollten?
Schon seit beginn der Planungen haben wir darauf hingewiesen, dass ein Grundschulneubau nicht zu finanzieren ist. Außerhalb von Bremervörde wird dieses Vorhaben stets mit einem Kopfschütteln kommentiert. Daher verstehe ich auch die Haltung der Kreisverwaltung, nur Schulraum zu finanzieren, der auch notwendig ist. Schließlich haben wir zu viel Schulraum und nicht zu wenig.
Für ein solches Projekt sollte auch nicht jedem zinsgünstigen Darlehen hinterhergerannt werden. Denn jedes Darlehen sind auch Schulden. Schulden, die wir auf dem Rücken deren Kinder machen, denen wir eigentlich was gutes tun wollen. Denn genau diese Kinder zahlen später diese Schulden zurück. Und uns sind auf Jahre die Hände gebunden, wenn es um weitere Investitionen geht.
Aber mit dem Ende des Grundschulneubaus sind die Planungen für die Schulstruktur in Bremervörde nicht abgeschlossen. Wir sollten dies als eine Chance sehen, alle Schulen in Bremervörde in die zukünftigen Planungen einfließen zu lassen und dazu ein Finanzierungskonzept auf die Beine stellen. Hier müssen wir einen Masterplan erstellen. Den Schulen also eine langfristige Planung an die Hand geben, damit diese wissen womit in den nächsten Jahren gearbeitet werden kann.
Ich bin aber der Ansicht, dass gute schulische Konzepte auch auf den vorhandenen Schulraum angewandt werden können, sofern man nur will. Ich habe aber auch Verständnis, dass die Planungsgruppe verärgert ist und ihre Arbeit aufgibt.



